Die Katzeninsel
e.V. - Tiergnadenhof in den
Vogesen
Aktuell
Einen lieben Gruß vom
Tiergnadenhof in den Vogesen!
Eine Nachricht an Sie,
lieber Tierfreund, liegt mir am Herzen:
Es gibt einige
Menschen, die uns eine Mail schreiben und natürlich mit Antworten und
Berichten über die Ereignisse hier am Leben der Tiere teilhaben möchten.
Aber durch meine
Erkrankung seit dem Sommer letzten Jahres blieb mir nicht viel Zeit und
Kraft diesem nachzukommen. Und der lange harte Winter forderte
zusätzliche Energie.
Wichtig war: die Tiere
müssen weiterhin gut versorgt werden und das war die Priorität. Darum
kam alles andere etwas zu kurz. Und ich denke, Sie, lieber Tierfreund,
werden dies verstehen.
Wenn man nicht mehr mit
der vollen Kraft arbeiten kann, bemerkt man erst, dass auf einem
Tiergnadenhof vieles zu bewältigen ist und wie viel Zuneigung und Zeit
die hier lebenden Tiere vom Menschen fordern.
Aber nun geht es mir
wieder besser und mit neuer Energie werde ich wieder durchstarten.
Lassen Sie mir bitte noch etwas Zeit, alles aufzuholen: auch
Informationen auf unserer Webseite.
Die Bilder zeigen den
jetzt 2-jährigen "Chocolat" auf seinen Lieblingsplätzen: der Schulter
des Menschen und in den Blumen, Hündin "Julie und ihren Freund
"Karlchen" aus Singen,
Kätzin "Kimba" und
"Diego" in seinem Esszimmer.
Sie erinnern sich, daß
"Chocolat" als er uns gebracht wurde, dem Tod sehr nahe war. Munter
macht er jetzt weite Spaziergänge mit mir und den Hunden und seine
Vorliebe ist, den Menschen auf die Schulter zu springen. Am liebsten,
wenn dieser es nicht erwartet. Dann muss er dringend die Haare und das
Gesicht des Menschen bearbeiten, denn von unserer Frisur hat er gewisse
eigene Vorstellungen. Dass er nur auf einem Auge sieht, scheint ihn nicht
zu beeinträchtigen, denn seine Sprünge sind zielsicher!
Auch der Neuankömmling
im letzten Hebst, die neunjährige Kätzin "Kimba" scheint hier das Glück
ihres Lebens gefunden zu haben. Trotz ihrer Taubheit ist sie munter
alleine unterwegs und kehrt abends zum Essen zufrieden zurück, um dann
zur Nacht das Kopfkissen mit mir zu teilen. Allerdings hatte sie anfangs Schwierigkeiten: denn
wenn Sie am Ziel ihres Ausfluges angekommen war, verharrte sie dort und
erwartete abgeholt und nach Hause getragen zu werden. Nun, durch ihre
weiße Fellfarbe war sie leicht auffindbar. Aber mittlerweile traut sie
sich zu, den Rückweg alleine zu gehen.
Auch der Kater "Diego"
hat sich gut eingelebt. Warum er in einem Tierheim gelandet ist, bleibt
uns unerklärlich. Er ist mit allen gut verträglich, absolut verschmust
und liebenswert. Vielleicht war es seine Besonderheit, die ihn auf die
Straße gebracht hat: Er öffnet Kühlschränke und räumt die Leckerbissen
aus und sein Lieblingsplatz ist beim Menschen in der Küche. Auch seine
Angewohnheit, seine Kratzspuren an Tapeten zu hinterlassen, hat sicher
seine vorherigen Besitzer nicht katzenfreundlich gestimmt. Wir haben
jetzt keine Tapeten mehr im Esszimmer, sondern einen katzenfreundlichen
Anstrich vorgenommen. Vielleicht hat ihm die Farbe der Tapeten nicht
gefallen, denn jetzt nimmt er zur Maniküre seiner Krallen die
Kratzbäume. Zufriedenheit auf beiden Seiten......!!
Ein einträchtiges Paar
sind die Hündin "Julie" und Kater "Karlchen". Eine besondere Liebe
scheint sie zu verbinden.
Dies und vieles mehr
erleben wir tagtäglich mit den Tieren und freuen uns sehr über Ihren
Besuch in diesem Sommer und natürlich auch über Ihre Hilfe
Ihre
Carola Henninger
Chocolat
auf seinem Lieblingsplatz
In den Blumen
Julie und Karlchen
Kimba
Kater Diego
Praline, Pirrot und Mirabelle
Ein ganz normaler Tag im Winter
Eine kalte Hundeschnauze nimmt Kontakt zu meinem Gesicht auf: ich versuche, die
Augen fest zuzukneifen und mich schlafend zu stellen. Draußen ist noch dunkle
Nacht und im Bett ist es warm, aber ich habe keine Chance: Chico fordert mich
sehr zudringlich auf, mittlerweile gebraucht er noch seine Pfote dazu , meine
tägliche Arbeit zu beginnen. Und wie auf ein Startzeichen erheben sich auch die
anderen 3 Hunde von ihren Schlafplätzen rund ums Bett, strecken sich und setzen
sich in Bewegung Richtung Tür.
Aber zuerst noch streift mein Blick zufrieden über die Katzen auf unserem Bett.
Tief schlafend und zusammengerollt liegen die Nachtgänger. Bei ihrer Rückkehr
von der nächtlichen Pirsch in den frühen Morgenstunden, haben sie sich an den
Futternäpfen in der Küche gelabt und jetzt kann sie nichts aus dem Tiefschlaf
holen.
Aber - sie haben alle Näpfe leer gemacht und davor sitzen nun viele andere
Samtpfoten und warten geduldig auf mein Erscheinen.
Und dann muß alles sehr schnell gehen!
Zuerst die Hunde nach draußen. Sie kontrollieren für die nächste halbe Stunde,
was alles passiert ist auf ihrem Grundstück: wer war da, wann und wie lange.
Ihrer feinen Hundenase entgeht keine nächtliche Begebenheit. Hat vielleicht der
Fuchs oder der Marder versucht, ins Hühnerhaus einzudringen?!
Diese Zeit muß ich nutzen, um alle Katzennäpfe zu füllen und davon gibt es viele
in unserem Haus. Die eine oder andere Samtpfote will zudem noch gestreichelt
werden und wendet sich erst dann zufrieden schnurrend ihrer Mahlzeit zu.
In der Zwischenzeit haben die Hunde ihren Rundgang beendet und stehen
Schwanz wedelnd vor der Tür. Ich öffne und die 4 sitzen erwartungsvoll in der
Küche, während ich das Futter richte.
So, erstmal sind alle zufrieden! Jetzt die 12 Katzenklos im Haus von den
Hinterlassenschaften befreien und neu einstreuen. Wenn das letzte gereinigt ist,
kann ich fast wieder von vorne anfangen, denn das erste Katzenklo wurde schon
wieder "belegt". Aber -
auch die anderen Tiere melden sich lautstark, vor allem die Gänse und Hühner
sind nicht zu überhören.
Für mich heißt das, warm anziehen und in die Kälte gehen!
Die Gänse watscheln gleich auf ihren Teich zu - Entrüstung, er ist gefroren. Ich
nehme einen Pickel und mache ihnen den Weg zum morgendlichen Bad frei.
Ein Blick in den Ziegenstall und ins Schweingehege. Bei den Ziegen wird noch
ruhig liegend wiedergekaut und die Schweine haben den Tag noch nicht
wahrgenommen und "Curly" schnarcht mal wieder. Jedoch im Pferdestall meldet sich
Sammy und klopft eindringlich mit seinem Huf gegen den Futtertrog (denke: tut
dem Huf nicht gut und eile) und von Missy und La Ina kommt das Rufen nach Futter
im tiefen Baß. Am Vorabend habe ich die Futtermischung schon vorbereitet und
kann sofort die Tröge füllen und dann Heu im Offenstall verteilen. Mein Blick
wandert über die vielen Roßbollen, aber das Misten spare ich mir für später auf.
Wieder schnellen Schrittes zurück in die Küche und das vorgewärmte Futter für
die "Draussenkatzen" holen. Es sind die scheuen Straßenkatzen, von denen sich
immer noch einige weigern, das Haus zu betreten. Sie wohnen auch im Winter in
den zwei Nebengebäuden: einmal bei den Pferden und die andere Gruppe bei den
Ziegen und dem Federvieh. Louis XIV. hat viel Vertrauen zu mir. Sein Kopf reibt
sich an meinen Beinen und er lässt sich liebevoll streicheln. Für mich bedeutet
das ein Dankeschön. Ich spüre, er ist glücklich, nicht mehr auf den Straßen
wandern zu müssen mit der schweren Aufgabe Futter zu finden. Er scheint nicht
mehr der Jüngste zu sein und ich hoffe, daß er bis zum nächsten Winter alle
Angsthürden übersprungen hat und im Haus einzieht.
Meine Hände sind tief gefroren und es zieht mich ins Haus zurück. Auch mein Magen
ruft nach "Frühstück"!!
Aber zuerst muss ich noch Holz aus dem Verschlag holen und den Kamin entfachten,
denn im Haus haben wir nur noch 12 Grad und bei dieser Temperatur lässt sich
ungemütlich sitzen.
Jetzt verbreitet sich der Kaffeeduft im Haus und das ist ein Zeichen für viele
Samtpfoten und natürlich auch für die Hunde, Richtung Eßtisch zu wandern. Ja,
ich frühstücke immer in Gesellschaft!
Während die Hunde - gut erzogen - in gebührendem Abstand vom Tisch geduldig
wartend sitzen, versuchen einige Katzen einen Platz direkt neben meinem Teller
zu ergattern. Ich muss sehr energisch werden, um in Ruhe frühstücken zu können,
denn gerne kommt blitzschnell eine Katzenpfote und stiehlt mir ein Stück vom
Teller.
(Wenn Sie mal als Besucher die Ehre haben, bei uns zu essen, dann gewöhnen Sie
sich schon an den Gedanken, daß eine liebevoll bettelnde Katze Ihr Tischnachbar
ist)
Noch ein Blick in die Nachrichten und aufs Wetter: Es bleibt weiterhin unter
minus O Grad und es wird auch weiterhin Schnee geben.
Die meisten Katzen haben wieder ihre Ruheplätze eingenommen: es wird das Fell
gereinigt, die Pfoten geleckt und ein entsetzter Blick durch eines der Fenster
nach draußen geschickt: Schnee, ein furchtbares Element. Aber da gibt es auch
die Hartgesottenen. Meist sind es jüngere Bauernhofkatzen, die den Sprung in den
Tiefschnee wagen: fast versinken, ärgerlich ihre Pfoten schütteln und sich dann
auf einen Baum oder aufs oder unter das Dach der Laube retten. Von dort aus kann
man die Vögel an ihren Futterstellen beobachten und mit dem Gebiß klappern. Aber
- diese flinken Gesellen sind zu schnell und es lohnt sich keine Anstrengung,
sie zu jagen. Warten wir doch aufs Frühjahr, da gibt es wieder Mäuse.... oder -
man begeht während des Winters einen Stall. Dort sind diese Graufelle auch in
der kalten Jahreszeit aufzuspüren, wenn sie das dort eingelagerte Katzenfutter
annagen wollen oder sich an den Resten des Körnerfutters von Ziegen und
Federvieh gütlich tun. Ja, jeder "Tiger" geht seiner Beschäftigung nach, um dann
irgendwann im Laufe des Tages einen Katzenkorb aufzusuchen, um alles Erlebte zu
überschlafen.
Mein Versuch, Telefonate zu führen oder Mails am Computer zu beantworten
scheitert relativ schnell; denn die Hunde möchten mit Frauchen in den Wald und
auf die Wiese. Also - wieder warm einhüllen und los geht's.
Zuerst mit dem Malinois "Chico". Er ist Einzelgänger im Spaziergang und das hat
seinen Grund. Ein Malinois möchte immer beschäftigt werden, auch während des
Spazierganges und ich muss mir wieder einiges einfallen lassen. Der andere Grund
ist: zusammen mit der Mischlingshündin "Bijou" läuft eine Wanderung anders ab:
man trennt sich von Frauchen und geht zu zweit andere Wege in die Wälder und das
über Stunden. Das Warten auf ihre Rückkehr zerrt an meinen Nerven und darum
versuche ich dies zu vermeiden.
Zufrieden kehren wir ins Haus zurück und gleich geht es weiter: Asja, Bijou und
Julie rasen laut bellend durchs Tor. Asja wälzt sich zuerst mal genüsslich im
Schnee und die anderen beiden rennen über die Wiesen. Es geht bergauf, für mich
und meine Beine schwierig und ich beneide meine Vierbeiner, die leichtfüßig alle
Hürden im Tiefschnee nehmen. Leicht erschöpft zu Hause angekommen, setze ich
mich in einen Sessel, um meine weitere Arbeit zu planen. Aber sofort bin ich
"belegt", denn ein sitzendes Frauchen gibt den Katzen Anlass, sich auf und neben
ihr niederzulassen und anzuzeigen, das Streicheln angesagt ist. Aber auch beim
Streicheln kann ich überdenken, was weiterhin zu tun ist und meine Ruhepause
darf nicht lange andauern.
Die Schweine und Ziegen werden munter und wollen ihr Futter bekommen und alle
Stallungen müssen gemistet und frisch mit Stroh eingestreut werden. Im Winter
eine anstrengende Tätigkeit. In allen Trögen und Näpfen ist das Wasser
eingefroren und meine Hände auch!
Aber dann wird es Mittagszeit und alle Tiere halten Siesta. Dies ist meine
Chance Büroarbeit zu erledigen. Umlagert von schlafenden Familienmitgliedern,
die ich neidisch aber wohlwollend betrachte, greife ich zum Telefon oder zur
Tastatur und erledige die angefallenen Arbeiten. Ein nettes Gespräch tut mir gut
und verhindert, dass ich die menschliche Sprache verlerne und ich darf ab und an,
etwas über meine täglichen Sorgen und Nöte im Tierschutz erzählen.
Ein kleines Mittagessen soll mich nun für die weitere Arbeit stärken und dann
muss überlegt werden, ob ich in den nächsten größeren Ort, ca. 10 km entfernt zum
Einkaufen fahre oder ob "Putz- und Wascharbeiten fällig sind.
Ich versuche, eine Einkaufsfahrt auf einmal die Woche zu beschränken. Bei dieser
Gelegenheit mache ich gerne einen Besuch zum Kaffee bei meiner Freundin. Das
liegt auf dem Weg und da ich immer 2 Hunde im Wechsel mitnehme, gibt es auch für
sie Abwechslung. Auf ihrem traditionellen Bauernhof mit gemütlich eingerichteten
Fremdenzimmern begegnet mir der eine oder andere deutsche Urlauber und ich kann
mal wieder etwas Neues aus Deutschland erfahren. Für unsere Hunde ist es
zusammen mit der dort lebenden Hündin "Ricky" ein wunderbarer Spielplatz und ab
und an kann man aus einer Laune heraus den Eseln und Ponys nachgehen.
Wieder zu Hause angekommen beginnt erneut die Zeit des Fütterns und Mistens und
noch mal ein Spaziergang mit den Hunden. Am Spätnachmittagspaziergang beteiligen
sich gerne einige Katzen. Es sind die Tiere, die Angst haben, allein den Schutz
von Haus und Hof zu verlassen und im Gänsemarsch schließen sie sich unserer
Gruppe an. Es sind meist 4-6 Katzen und gibt zusammen mit mir und den Hunden ein
lustiges Bild.
Auch an mein leibliches Wohl möchte ich denken und begebe mich an den Herd.
Natürlich bin ich wieder nicht alleine im schönsten Raum des Hauses: der Küche.
Der Kühlschrank birgt so herrliche Dinge und Katze und Hund warten mit
erwartungsvollen Augen, bis ein Leckerbissen für sie abfällt.
Die Dunkelheit umgibt den Hof. Es ist still geworden in Barbey-Seroux.
Ich überdenke, ob alle Arbeiten erledigt sind und mache es mir im Sessel
gemütlich. Ein wenig Fernsehen entspannt.
Ja, es war ein Tag wie jeder andere: manchmal mit mehr, manchmal mit weniger
Sorgen.
Gegen 21.30 Uhr ein letzter Rundgang, hören, ob in den Stallungen alles ruhig
ist. Noch etwas Heu für die Pferde, hier und da ein liebes Wort an eine Katze.
Ein Ruf an die Hunde: laßt uns schlafen gehen.
Mit dem Blick in den nächtlichen Vogesenhimmel möchten wir alle Danke schön sagen
und wünschen, dass die Tiere weiterhin ein glückliches harmonisches Leben führen
dürfen und ich gesund bleibe, um sie versorgen zu können.
.... eine kleine Französin geht auf
große Reise.....
sie ist jung, 2 Jahre, aber ihr
bisheriges Leben wurde von einem Besitzer bestimmt, der nichts anderes im Sinn
hatte, als diese Terrierhündin in einem Stallgebäude angeleint zu halten, ja,
einzusperren, um sie zweimal im Jahr decken zu lassen und die Hundebabys zu
verkaufen.
Wir vom Tierschutz sind es gewohnt, immer wieder auf „Hundevermehrer“ zu stoßen
und sind meist gezwungen, dem Besitzer die Tiere abzukaufen. Dann beginnt die
Bürokratie und die Durchführung amtlicher Kontrolle mit unserem Ziel, ein
Hundehalteverbot zu erreichen.
Tara wurde erstmal in einer
Pflegefamilie aufgenommen. Sie wog nur 6 kg, hatte verschmutztes glanzloses Fell
und in ihrem Gesicht sahen wir große fragende Augen.
Es waren ihre Augen, ihr Blick, der uns traurig stimmte; denn sie sagten uns,
daß sie es aufgegeben hat, ein glückliches Leben zu erwarten – Zuneigung,
streichelnde Hände, einen Platz als Familienmitglied, dem Achtung als
Lebewesen entgegengebracht wird.
Sie lernte schnell, mit den anderen
zwei Hunden zu spielen, mit der fünfjährigen Tochter der Familie im Garten zu
toben und fand große Freude an langen Spaziergängen.
Sie wog bald 11 kg, bekam ein
Gesundheitszeugnis vom Tierarzt, konnte geimpft werden und wir begannen, ihr
weiteres Leben zu planen.
Im Tierheim Bruchsal darf sie nun lernen an der Leine zu laufen, dem neuen
Besitzer ein bißchen Grunderziehung entgegenzubringen und dann - warten auf
die neue Familie ........
Tara freut sich über einen Besuch im
Tierheim Bruchsal und will Ihnen zeigen, was für ein wunderbarer Hund sie ist
mit der großen Erwartung, endlich einen Platz in einer Familie für immer zu
haben.
Ich, die kleine
Französin TARA, habe den Sprung in ein besseres und glückliches Leben
geschafft!
Ich danke allen Menschen, die mir dabei
geholfen haben!
Sie erinnern sich an meine obige Geschichte: ein
Mensch, der mich eingesperrt als Zuchthund gehalten hat, die Befreiung
durch die Menschen vom Tiergnadenhof „Die Katzeninsel“ in den Vogesen,
meine Reise nach Deutschland, ins Tierheim Bruchsal....
Dort wurde ich liebevoll betreut und den
Bruchsaler Bürgern vorgestellt. Hans Tscheulin, ein ehrenamtlicher
Mitarbeiter hat mir alles gezeigt – wie ich an der Leine laufe, daß
Fellpflege eine wunderbare Sache ist, die man genießen kann und vieles
andere mehr.
... und dann kam das Ehepaar aus
Untergrombach und wir verliebten uns ineinander....
Ich will Euch sagen: DAS LEBEN IST SCHÖN !!
Ich wünsche mir, daß noch viele Artgenossen
dieses Glück haben
Eure
TARA
Evelin und Rolf Hagemann
freuen sich über das neue Familienmitglied
Es gibt Zeiten der Trauer
und es gibt Zeiten der Freude, so oder ähnlich habe ich es einmal
gehört. Auch wir, meine Frau und ich, hatten im letzten Jahr eine Zeit
der Trauer, da unser "Basco", ein Malinois, nach elfeinhalb Jahren im
Mai von uns gehen mußte. Ein neuer Hund kam nicht mehr in Frage. Aber im
Laufe der Monate wurde die Leere um uns immer größer und, zunächst
unausgesprochen, gingen wir beide wieder in die Richtung eines neuen
Hundes. Vorher hatte ich rein rethorisch gesagt, wenn wieder ein Hund,
dann nur ein Malinois und so landeten wir, unabhängig voneinander, auf
den einschlägigen Webseiten und kamen so zu Belgier in Not. Auf das dort
versammelte Elend will ich hier nicht eingehen.
Aber es war DER
neue Hausgenosse dabei! Caesare! Diktatorisch tat ich kund:
"Wenn ein Hund, dann nur der!" Also wurde per E-mail und dann
telefonisch Kontakt mit der Katzeninsel in den Vogesen
aufgenommen. Nachdem alle Fragen beantwortet waren haben wir uns im
Dezember in's Auto gesetzt und sind in die Vogesen gefahren, wo wir uns
drei Tage lang aneinander gewöhnt haben und in Carola und Hanno, den
"Inselbewohnern" liebe Freunde gewonnen haben. Und dort fing für uns die
Zeit der Freude an, die bis heute anhält. Unser Caesare hat uns seither
viele, viele schöne Stunden bereitet und wir sind froh und glücklich ihn
zu haben. Als wir ihn abholten war er 18 Monate alt und es ist dem
liebevollen und sachgerechten Umgang Carolas zu verdanken, daß wir einen
unkomplizierten und gefestigten Hund bekommen haben.
Warum schreibe ich diese kleine Geschichte? Weil wir zutiefst
beeindruckt von der Arbeit und der Hingabe Carolas sind, die unermüdlich
für "ihre" Tiere da ist. Die diese "Katzeninsel" in Privatinitiative
betreibt und manchen Euro eigenes Geld in das Projekt steckt, damit es
weiter geht. Denn die Spenden, seien es nun Sachspenden oder Geld,
könnten wesentlich "fetter" sein. Darum bitten wir Sie lieber Leser,
tragen auch Sie ihren Obulus zu diesem Projekt bei. Es lohnt sich, ganz
bestimmt! Denn Sie bereiten den Tieren dort eine Zeit der Freude!
Danke!
Rolf Hagemann
Der Wunsch, ein Tier zu halten, entspringt einem
uralten Grundmotiv - nämlich der Sehnsucht des Kulturmenschen nach dem
verlorenen Paradies.
Konrad Lorenz (4)
07.11.1903 - 27.02.1989
Verhaltensforscher und Nobelpreisträger (1973 Physiologie / Medizin)